Klang und Tonumfang der Böhmklarinette

Klang der Böhmklarinette
Früher sagte man, die Klarinette habe von der Ferne einen trompetenähnlichen Klang (deshalb der Name "clarinetto" = kleine Trompete). Heute trifft dies sicherlich nicht mehr zu. Der Klang hat sich also verändert. Die Klarinette kann heute sehr verschieden klingen. Die Klangfarben gehen von weich über bedrohlich bis zu explosiv. Der Klang der Klarinette kann mit dem Ansatz verändernt werden.
Der Klang ist auch vom Klarinettentyp abhängig. So tönt zum Beispiel eine A-Klarinette deutlich dunkler als eine B-Klarinette. Deshalb ist es oft auch schwierig, Klarinetten durch einen anderen Typ zu ersetzen. Der offizielle Tonumfang der Klarinette beträgt 45 Töne. Bei der Klarinette in B werden diese in die vier folgenden Register aufgeteilt:

Register; Tonumfang; Klang
Tiefes Cahlumeauregister; kleines e bis c'; ausdrucksvoll, düster
Mittelregister; d' bis b'; etwas Matt, wenig Glanz
Hohes Register (Clarinregister); h' bis d'''; länzend, offen, klar
Höchstes Register; e''' bis c''''; etwas grell

Aus bautechnischen Gründen haben die einzelnen Register charakteristische Klänge. Dies ist ein weiterer Grund, warum es oft nicht sinnvoll ist, einen Klarinettentyp durch einen anderen zu ersetzen. Unter Umständen kommen dann nämlich die zu spielenden Töne in einem Register zu liegen, das einen völlig anderen Klang hat.
Zum Tonumfang der B-Klarinette ist noch zu sagen, dass man dies nicht so genau festlegen kann. Zwar sollte jeder B-Klarinettenspieler bis hinunter zum kleinen e spielen können, allerdings können noch lange nicht alle bis zum c'''' spielen. Der Tonumfang der B-Klarinette ist nach oben ziemlich unbegrenzt. Es ist durchaus möglich, noch höhere Töne zu spielen.

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