bipolarer LED-Tester

Schaltung für einen bipolaren LED-Prüfer, der die Polarität der LED anzeigt

Ich habe auf dieser Seite schon zwei LED-Tester vorgestellt. Der eine basiert auf einer Konstantstromquelle. Der Nachteil dieser Schaltung: Man muss die Polarität der LED beachten, was bei mir üblicherweise dazu führt, dass man die LED noch wenden muss. Die zweite Schaltung, die ich vorgestellt habe, basiert auf einer Quarzuhr. Dort wechselt die Polarität bei jeder Sekunde. Nun haben wir einen bipolaren LED-Tester, bei dem wir die Polarität der LED ablesen können! Dass man aber eine Quarzuhr dafür braucht, ist - auch wenn gerade noch eine Schaltung rumliegt - etwas übertrieben. Zwar ist der Arbeitsaufwand zum Umbauen gering, doch für was braucht man bei einem LED-Tester ein quarzgenaues Signal?
Deshalb mache ich noch eine dritte Version ohne Quarzuhr.


Wir sehen gleich, dass es sich bei dieser Schaltung um einen Multivibrator handelt. Dieser wird als "Polaritätswechsler" gebraucht. Die Polarität wechselt so schnell, dass man das Leuchten einer LED nicht mehr als Blinksignal wahrnehmen kann, sondern die LED leuchtet scheinbar immer.
Durch das Einsetzen einer Test-LED leuchtet diese auf, zusätzlich leuchtet noch LED1 oder LED2, je nach dem, wie man die Test-LED eingesetzt hat.
Wenn man LED1 und LED2 nun richtig um die Anschlüsse für die Test-LED anordnet, kann man zB sichtbar machen, auf welcher Seite der LED sich die Anode befindet.
Das Ganze kann über einen Taster gestartet werden. Man braucht den Taster, da die Schaltung auch Strom verbraucht, wenn man keine Test-LED angeschlossen hat.

Optimierung
Ich habe auf dem Schaltplan für R4 und R1 Widerstände von 4.7kOhm eingezeichnet. Dies sollte man evtl. etwas nach unten korrigieren. Bei meinem Aufbau mit 4.7kOhm-Widerständen, leuchten die LEDs nur noch wenig, was ja auch klar ist, da zwei LEDs in Reihe über einen 4.7kOhm-Widerstand leuchten müssen.
Ausserdem kann man anstatt die eingezeichneten 39nF-Kondensatoren gut auch deutlich grössere nehmen. Man kann sogar Elkos mit zB 10µF einsetzen. Dann gibt es allerdings ein deutliches Blinksignal.

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Kommentare: 2
  • #1

    max (Donnerstag, 08 Dezember 2016 19:56)

    Hi,

    ich habe den Tester nachgebaut, möchte ihn aber mit einer 3V Knopfzelle nutzen.
    Die 4k7 habe ich deshalb verkleinert auf 330 Ohm. Es wäre schon, wenn es noch heller wäre, mit zB 47 OHM funktioniert dann die schaltung aber nicht mehr.
    Als Kondensatoren habe ich 100nF benutzt, da die gerade vorhanden waren.

    Was muss denn geändert werden, damit die Schaltung optimal mit 3V funktioniert?
    Danke

  • #2

    Tssh (Freitag, 09 Dezember 2016 07:55)

    Hi Max
    Danke für dein Interesse! R3 und R2 bestimmen zusammen mit C2 und C1 lediglich die Frequenz des Multivibrators und müssen somit nicht angepasst werden, bzw. sie haben keinen direkten Einfluss auf die Helligkeit der LEDs. 3V sind allerdings etwas knapp für die Schaltung, da zwei LEDs in Serie bereits einen Spannungsabfall von knapp 3V haben, dazu kommt ein kleiner Spannungsabfall am durchgeschalteten Transistor und der Spannungsabfall an R1 bzw. R4. Diese Widerstände sind aber zwingend notwenig und sollten nicht zu klein gewählt werden, da bei durchgeschalteten Transistoren die volle Batteriespannung über ihnen anliegt. Sie bestimmen auch den Energieverbrauch der Schaltung (auch wenn keine Test- LED eingesetzt ist). Hinzu kommt, dass die LEDs sowieso nur 50% der Zeit leuchten, was sie schon mal wesentlich dunkler macht.
    Du könntest aber zwei 3V-Knopfzellen in Serie schalten und die Schaltung mit 6V betreiben?